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Aktueller VÖ
Band Mitglieder
John Tardy
Allen West
Trevor Peres
Frank Watkins
Donald Tardy
Aktuelle Veröffentlichung:
OBITUARY
"Frozen In Time"
VÖ: 18.07.2005
So hart es auch klingen mag, Floridas Death-Metal-Pioniere, Obituary, haben eine Menge Gut bei Andrew W.K., dem selbsternannten Party-Rock-König Amerikas.
Rückblick: Zwischen 1997 und 2002 war es um Obituary und ihre Todesblei-durstige Anhängerschaft schlecht bestellt zusammen musizieren war das Letzte, an das die Band zu dieser Zeit dachte. Sänger John Tardy verdiente sich seine Brötchen bei einer Computer-Firma, Gitarrist Trevor Peres lärmte in Catastrophic, Axt-Kollege Allen West tat selbiges in Lowbrow, Bassist Frank Atkins verdingte sich an Hypotheken und Drummer Donald Tardy saß für Andrew W.K. live hinter der Schießbude. Doch eines Tages lud Andrew W.K. vor einem Ozzfest-Gig John und Frank ein, um ein paar Obituary-Klassiker mit ihm zu zocken.
“Wir probten wieder einige Songs und merkten, was für einen Riesenspaß es doch macht, zusammen zu spielen“, beschreibt John die Zusammenkunft. „Daraufhin zogen wir einige Konzerte durch, die super ankamen, und das Ganze erhielt plötzlich seine eigene Dynamik.“
Anfang 2004 beschlossen Obituary sodann ihr sechstes Studioalbum in Angriff zu nehmen. Oft haben Bands kreative Probleme, wenn es darum geht, nach vielen Jahren wieder zusammen zu komponieren. Nicht so bei Obituary, die ganz wie in alten Tagen Riff um Riff aus dem Ärmel schüttelten!
“Es war als ob man einen alten Schuh noch einmal anzieht”, erklärt John. „Wir fühlten den Death Metal regelrecht aus uns heraussprudeln, so als ob unser letztes Treffen erst gestern gewesen wäre. Nach nur fünf Minuten waren wir wieder zu 100 Prozent Obituary!“
Sobald die ersten Takte des neuen Obituary-Werks “Frozen In Time” aus den Boxen dröhnen, merkt man sofort, dass die Florida-Jungs mit derselben Angriffslust und Power zurück sind wie in den frühen 90ern. Keine Spielereien, kein pseudo-moderner Quatsch - Obituary aufs Maul und fertig! „On The Floor“ liefert den blutigen Tod sofort mit einem uptempo Bangmosh-Riff, humorlosem Schlagzeug-Geprügel und garstigen Death-Vocals bevor er in einen für Obituary so typischen und von Fans heiß geliebten Würge-Groove übergeht. „Insane“ gibt der Bang-Rotation mit seinem Doublebass-Gedonner und den röhrenden Riffs den Takt vor bis auch hier wieder ein Höllen-Crunch das Hirn weich knetet. „Back Inside“ folgt dem Weg der kompromisslosen Death-Metal-Walze und donnert direkt durch die Gedärme – trocken, bissig und mit brutaler Durschlagskraft. Obituary sind zurück, hell yeah!
“Wenn ich mir die neue Platte anhöre, kommen mir einige Songs so vor, als wären sie zu “Slowly We Rot”-Zeiten entstanden, andere klingen wie von der “World Demise”, so John. „Aber es gibt auch Stücke, die so typisch sind und doch anders als alles andere, was wir jemals aufgenommen haben. Es ist insgesamt eine tolle runde Sache geworden, wohl auch unsere bis dato härteste Scheibe.“ Ein Kunststück, das niemanden unbeschadet lassen wird.
Um der ganzen Chose auch wirklich einen klassischen Touch zu verpassen, begab man sich mit keinem Geringeren als dem Death-Metal-Routinier, Producer Scott Burns, in die heiligen Morrisound Studios in Tampa, Florida. Auch Mark Prator und sein Tampa ProTools Studio wurden herangezogen, um diesem Mörderteil auch den letzten Feinschliff zu verpassen. Perfekte Bedingungen also, da konnte ja nix anbrennen. Der Sound von „Frozen In Time“ ist demnach allererste Sahne und prägnant bis in den letzten Winkel.
„Wieder zusammen mit Scott Burns zu arbeiten war der Hammer. Wir kennen ihn schon so lange und andersherum. Der Mann hat einfach einen Instinkt für den original Obituary-Sound.“
So problemlos die Aufnahmen für die fünf Herren von statten gingen, so schwierig war es, dem neuen Album einen Namen zu geben. Kein einzelner Songtitel hätte die Platte würdig repräsentiert. So dachte man über einen Titel nach, der die Gesamtsituation der Band nach der Wiedervereinigung in Worte fast: „Frozen In Time“ gibt das Gefühl wieder, das nach sieben Jahren Abstinenz innerhalb der Band herrscht – einmal Death Metal, immer Death Metal. Old schooool!
„Nach sieben Jahren Pause ist es wie eine Auferstehung aus der Versenkung. Unsere Trademarks haben nichts an Intensität und Härte verloren. Unser Sound wurde sprichwörtlich in Zeit gefroren“, freut sich John. „Dieses Album ist kein Neuanfang, es ist das, was wir schon immer getan haben: brutaler Death Metal, nur eben neuer und besser!“













