The Dresden Dolls
Media Player
Aktueller VÖ
Tour Daten
Band Mitglieder
Amanda Palmer
Brian Viglione

Was die Dresden Dolls vor zwei Jahren mit ihrem gefeierten Album „Yes, Virginia" begonnen haben, das schließen Amanda Palmer und Brian Viglione nun mit dem ungeduldig erwarteten Nachfolger ab. So versteht sich „No, Virginia" weniger als reguläres, neues Studioalbum, denn vielmehr als eine kleine Werkschau bisher weitestgehend unveröffentlichter Perlen aus dem wohl gehüteten Schatzkästchen des außergewöhnlichen Duos. Hier die Zutaten für ein neues Instant-Meisterwerk der beiden Bostoner Rock-Avantgardisten. Man nehme: eine B-Seite vom letzten Album, vier gänzlich unveröffentlichte Tracks, eine ungehörte Demoaufnahme, einen 80er Jahre Coversong und ganze fünf brandneue Aufnahmen bisher nicht eingespielter Stücke. Voila! Fertig ist ein kleines Spektakel, mit dem die Dresden Dolls nun ihren „Virginia"-Schaffenszyklus beenden!

Nach ihren ausgedehnten Touren zum 2006 Zweitling „Yes, Virginia" (auf der man die Bretter mit Größen wie Panic! At The Disco oder den Pop-Punk-Legenden Cyndi Lauper und Blondie`s Debbie Harry teilte), den gemeinsamen Theaterarbeiten zum hoch gelobten Musical „The Onion Cellar" (welches 40 Nächte in Folge im renommierten American Repertory Theatre aufgeführt wurde), den Aufbauarbeiten zu dem revolutionären Merchandising-Projekt Post-War Trade (bei dem die Band interaktiv mit ihrer Fanbase bei der Gestaltung von Merchandising-Artikeln zusammen arbeitet) und Brian Vigliones Gastmusikerbeitrag zum aktuellen Nine Inch Nails-Album „Ghosts I-IV" kehren die Dresden Dolls nun mit einem weiteren Meisterstück ihres Brecht`schen Punk-Cabarets in den grellen Scheinwerferkegel der großen Bühnen zurück. Zusammen mit dem bewährten Stammproducerteam Sean Slade (Radiohead, Hole, The Go-Go`s...) und Paul Q. Kolderie (Pixies, Throwing Muses...) widmeten sich Mrs. Palmer und Mr. Viglione auf „No, Virginia" einer ganz besonderen Songsammlung, die einmal mehr die absolute Ausnahmestellung und künstlerische Vielschichtigkeit des düster schillernden Gesamtkunstwerkes The Dresden Dolls unter Beweis stellt.

Mit „No, Virginia" haben die Dresden Dolls viel mehr als nur eine simple Compilation zusammengestellt, sondern knüpfen an das 2006 erschienene Vorgängerwerk an und erzählen auf ihrem dritten Longplayer eine neue, faszinierend makabre Geschichte des Andersartigen. Die auf „No, Virginia" vertretenen fünf neuen Tracks (wie u.a. das dramatisch-balladeske „Ultima Esperanza", das burlesk-beschwingte „The Kill" oder die mysteriöse Überlängenliebeserklärung „Boston") stellte das nimmermüde Zweiergespann im vergangenen Januar in nicht weniger als fünf Tagen fertig.

„Wir haben diese Stücke schon seit unserem ersten Album mit uns herum geschleppt, ohne sie jemals einzuspielen. Wir haben sie wirklich geliebt und entschieden uns schließlich, sie endlich professionell aufzunehmen, bevor es zu spät ist", erklärt Amanda. „Die unveröffentlichten Songs aus der `Yes, Virginia`-Phase waren einfach zu gut, um als schnöde B-Seiten zu enden. Also haben wir sie erst einmal auf Halde gelegt und alle paar Monate Gespräche geführt wie: Fuck, `Ultima Esperanza` ist so ein phantastisches Lied - wieso haben wir es noch nicht aufgenommen? Oder: Mist, `The Kill` ist der beste Song, den wir jemals geschrieben haben! Wieso um Himmels Willen haben den nicht aufs letzte Album gepackt? Waren wir vielleicht auf Crack?"

Auf Crack waren die Dresden Dolls beim Auswählen der übrigen Stücke wie der einzigen, offiziellen B-Seite des Albums, dem gesuchten „Lonesome Organist Rapes Page-Turner", der ebenso lasziv-mitreißenden wie augenzwinkernden Coverversion der 80er Jahre Wave-Kultband The Psychedelic Furs „Pretty In Pink" oder der Demo-Aufnahme des einfach unglaublichen „Mouse And The Model" mit Sicherheit nicht.

„Die Songs spannen sich über die ersten fünf Jahre in unserer Bandgeschichte; von unseren aller ersten Proben bis zu `Yes, Virginia`. Man könnte dabei wohl von so einer Art akustischen Lieblings-Stiefkindern sprechen; ich bin jedes Mal wieder aufs Neue überrascht, wenn ich sie mir im Nachhinein anhöre: Alles hört sich diesmal viel mehr nach Pop an als auf den beiden Vorgängeralben! Vielleicht habe ich früher unbewusst davor zurück geschreckt, meine poppigere Seite auszuleben! Heute fühle ich mich mit einem neuen Ich eigentlich ganz wohl..." Wie sich die Dresden Dolls auf „No, Virginia" auch ganz deutlich und ungeniert anhören lassen.

„Der Titel unseres letzten Albums `Yes, Virginia` bezog sich auf diesen berühmten `Yes, Virginia, es gibt den Weihnachtsmann`-Leserbrief aus einer Ausgabe der New York Sun aus dem Jahre 1897. Bei den abschließenden Studioaufnahmen im Mad Oak-Studio fiel mir diesmal dieses beängstigende Foto eines wirklich Furcht einflößenden Plüsch-Santa Claus auf - alles passte einfach perfekt zusammen! No, Virginia. Es gibt zwar keinen Weihnachtsmann, aber dafür haben The Dresden Dolls ein echtes bad ass Album veröffentlicht. Vielleicht tröstet dich das ja ein wenig..."

Ganz sicher ein echter Trost für Virginia und alle Fans der Dresden Dolls, die sich mit „No, Virginia" einmal mehr als eine der definitiv ungewöhnlichsten und kreativsten Bands der populären Musik empfehlen!

Aktuelle Veröffentlichung: THE DRESDEN DOLLS "Yes, Virginia..." VÖ: 21.04.2006