
Sie hatten nicht nur ihren Drummer verloren, sondern auch ein Familienmitglied - einen Menschen, der seit Kindheitstagen der beste Freund des Sängers M. Shadows und Gitarrist Synyster Gates war und der im Laufe der Zeit als einer der erstaunlichsten und talentiertesten Schlagzeuger im Rock Genre angesehen wurde. Er wurde nicht nur von seiner Band, sondern auch von seiner erweiterten Familie, den Fans, geliebt.
„Nightmare", das Album, an dem die Band arbeitete, als Jimmy Sullivan Ende Dezember letzen Jahres starb, schien schon damals ein sehr dunkles Meisterwerk zu werden, ein Konzeptalbum, welches eine Reise durch Wahnsinn, Verzweiflung und den Tod antritt.
Doch das echte Leben und der entsetzliche Verlust, den die Freunde erleiden mussten, ließ die Weiterarbeit am neuen Album unmöglich für Shadows, die Gitarristen Synyster Gates und Zacky Vengeance, sowie Bassist Johnny Christ erscheinen.
"We were going to see if we could write another song or two," sagte Shadows über die Tage nach Jimmy's Tod, "And we couldn't. We weren't in the mood for it. Sitting there trying to figure out chord progressions and guitar parts felt ridiculous.
Jedoch erkannte die Band nach einiger Zeit, dass es in der Tat unmöglich für sie war, NICHT an dem Album weiterzuarbeiten, wäre dies doch fast ein Verrat an Rev's Erbe.
Die meisten Texte wurden umgeschrieben, Dream Theater Drummer Mike Portnoy spielte die anspruchsvollen Drumparts ein und Mike Elizondo (Dr. Dre, Eminem, Regina Spektor) übernahm die Rolle des Produzenten. Synyster Gates schrieb das erste Mal an den Lyrics mit, so dass er in dem Song „So Far Away" in textlicher Hinsicht seine volle Trauer zum Ausdruck bringen konnte. Man kann sagen, dass „Nightmare" im wahrsten Sinne des Wortes das wohl schlimmste persönliche Erlebnis der Band dokumentiert.
Zusammengefasst ist dieses Album ein Mix aus der gesamten Geschichte von AVENGED SEVENFOLD. Man kann sowohl die frühesten Einflüsse und Inspirationen der Band heraushören, als auch das breite Spektrum der individuellen Geschmäcker, die sich über die Jahre entwickelt haben.
Die beiden Mikes - Elizondo und Portnoy - sind jeweils über ihre Rollen hinausgewachsen.
Produzent Elizondo war schon vor Rev's Tod mit an Bord. Eine für Außenstehende zugegebenermaßen merkwürdig anmutende Kombination, jedoch nicht für die Band.
Mike Portnoy hingegen betrat ein emotionales Minenfeld, hinsichtlich der bandintern vorherrschenden Trauer, als er auf die A7X traf. Er meisterte den Spagat zwischen respektvoller Zurückhaltung und dem eigenen herrausragenden Talent als Schlagzeuger jedoch perfekt.
"Nightmare" ist der Beginn einer neuen Ära für AVENGED SEVENFOLD .
Eine Reise ins Ungewisse.












